Enery

Österreichischer Grünstromerzeuger auf dem Weg zur Solarmacht!

Das heimische Start-up Enery stieg binnen kurzer Zeit zu einem der Big Player am Solarenergie-Markt auf. Nun zündet das Unternehmen dank Mega-Investment den Energiewendeturbo. In den nächsten Jahren sollen rund eine Milliarde Euro in den Erneuerbaren-Ausbau fließen.

Steigende Ölpreise, massives Wachstum vieler Schwellenländer und der hohe Energiebedarf westlicher Staaten: Das Energiekonzept der alten Industriegesellschaft wird den Energiehunger der Welt nicht mehr lange stillen können. Keinesfalls zu vergessen: der Klimawandel. Dieser wird durch konventionelle Energiegewinnung noch weiter vorangetrieben. Also: Es müssen neue Lösungen her. Und zwar schnell.

Expertinnen und Experten sind sich längst einig, dass erneuerbare Energieträger die Antwort auf den steigenden Energiebedarf darstellen. Der Nachschub von Wasser, Sonne, Wind, Erdwärme und Biomasse ist nämlich unerschöpflich. Vor allem Solar- und Windkraftanlagen sind derzeit in aller Munde. Einer aktuellen Carbon-Tracker-Studie zufolge haben genau diese tatsächlich das Potenzial, den globalen Energieverbrauch mehr als hundertmal zu decken. Und es kommt noch besser: Bis zum Jahr 2050 könnten Grünstromerzeuger konventionelle Kraftwerke komplett aus der globalen Energielandschaft verdrängen. Heimische Unternehmen leisten bereits heute einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der österreichischen Klimaziele. Einer der führenden Erzeuger von erneuerbarer Energie hierzulande ist Enery.

Mit großen Schritten Richtung Energiewende

Der österreichische Grünstromerzeuger, an dem auch der Kraftwerksentwickler RP Global beteiligt ist, wurde erst vor knapp 20 Monaten gegründet. Seit dem Erwerb der größten Photovoltaik-Freiflächenanlage im Süden Bulgariens bezeichnet man sich selbst als „größten Betreiber von Photovoltaik-Anlagen in österreichischem Besitz“.

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Die Enery-Geschäftsführer Richard König und Lukas Nemec wollen die nationale und internationale Stromproduktion ein ganzes Stück grüner machen. Foto: ENERY DEVELOPMENT GMBH / Thomas Peintinger

Nun lassen die beiden Gründer, Richard König und Lukas Nemec, mit dem nächsten Coup aufhorchen: „Wir werden in den kommenden drei bis fünf Jahren eine Milliarde Euro in Photovoltaik-Anlagen investieren.“ Möglich macht das ein soeben unterschriebener Mega-Deal, der eine entsprechende Kapitalerhöhung mit sich bringt.

Milliardenschub für Klimaschutz

Für diesen mächtigen Finanzschub sorgte laut offiziellen Angaben der Three Seas Initiative Investment Fund S.A. (3SIIF). Aus der Pressemeldung: „Diese von Amber Infrastructure beratene Initiative steigt mit einem dreistelligen Millionenbetrag“ beim rot-weiß-roten Energieunternehmen ein. „Die Kapitalerhöhung ermöglicht es uns, unsere Vision der Dekarbonisierung der Strommärkte zu beschleunigen“, freuen sich Enery-Geschäftsführer Richard König und Lukas Nemec.

Mit der Beteiligung aus dem 3SIIF-Investmentfonds sei man nun in der Lage, innerhalb kurzer Zeit weitere Projekte im Zeichen der Energiewende zu entwickeln. Das bereits bestehende Portfolio soll noch zügiger ausgebaut werden. „Unser Ziel ist es, hundertprozentig erneuerbare Energie zu erschwinglichen Preisen und mit höchstmöglichen Versorgungs- und Sicherheitsstandards zu garantieren.“

Wer ist der Investor?

Aber wer spielt da eigentlich gerade den Turbobooster? Die Drei-Meere-Initiative – benannt nach der Adria, der Ostsee und dem Schwarzen Meer – ist ein von Polen und Kroatien ins Leben gerufener Zusammenschluss von zwölf mittel- und osteuropäischen EU-Staaten. Die 3SIIF-Initiative soll die mitteleuropäische Zusammenarbeit, unter anderem in den Bereichen Energie, Verkehr und Digitalisierung, stärken.

Die Kapitalerhöhung ermöglicht es uns, unsere Vision der Dekarbonisierung der Strommärkte zu beschleunigen.

Enery-Geschäftsführer Richard König und Lukas Nemec

Joe Philipsz, Senior Investment Director bei Amber Infrastructure, dem Investmentberater des 3SIIF, sieht die Kapitalbeteiligung als Chance für den zukünftig nachhaltig aufgebauten Strommarkt: „Diese Investition ist die erste dieser Art, die der Fonds tätigt. Das Engagement bei Enery stellt somit einen bedeutenden Meilenstein für den Fonds dar.“ Konkret würden nur Regionen unterstützt, die einen massiven Wandel von fossiler Stromerzeugung hin zu einem vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden und nachhaltigen Erzeugungsmix durchlaufen. Und in Österreich soll der Umstieg auf erneuerbare Energieträger bekanntlich flott vorangetrieben werden.

Umwelt schützen, Arbeitsmarkt entlasten

Denn neben zahlreichen Freiflächenprojekten im Ausland – derzeit umfasst das Portfolio 85 Megawatt (MW) in neun Solarparks– arbeitet Enery auch hierzulande fleißig an zukunftsweisenden Photovoltaikprojekten. Dabei setzt man vor allem auf heimische Arbeitskraft. In Zukunft sollen zahlreiche neue Arbeitsplätze und obendrein eine Lehrlingsausbildung für FacharbeiterInnen geschaffen werden.

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Solche Freiflächenanlagen könnten laut Expertinnen und Experten der Schlüssel zur Energiewende sein. Sie würden das Erreichen der Klimaziele jedenfalls eher in greifbare Nähe rücken.Foto: Adobe Stock | Protectnature

Das Entwicklungsteam von Enery spezialisiert sich konkret auf die Planung, Errichtung und den Betrieb von Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Sprich: Solaranlagen die ebenerdig auf einer freien Fläche installiert werden. Diese erzielen aufgrund ihrer optimalen Ausrichtung einen um bis zu 30 Prozent höheren Ertrag als Dachanlagen. Als geeigneter Standort für Solaranlagen kommen laut Enery nur Flächen mit geringer Bodenqualität in Frage. Also Flächen, die anderweitig einfach nicht mehr sinnvoll genutzt werden können.

Die Politik ist gefordert

Expertinnen und Experten plädieren seit geraumer Zeit auf den vermehrten Ausbau effektiver Freiflächenanlagen. Leistungsstarke Solaranlagen auf Österreichs Feldern können schließlich die Klimawende noch rascher vorantreiben. Es seien viele geeignete Flächen dafür vorhanden. Auch das politische Ziel, bis 2030 12.000 Megawatt zusätzliche Kapazität zu installieren, loben König und Nemec als zukunftsweisend. Lediglich im Genehmigungs- und Flächenwidmungsverfahren sowie bei der Implementierung eines schnellen und leistbaren Netzzugangs sehen beide Verbesserungspotenzial, um die richtigen und ambitionierten Ziele der Bundesregierung erreichen zu können.

Über Enery

Enery ist ein unabhängiger, österreichischer Grünstromerzeuger, der sich im gemeinsamen Besitz seiner Gründer, Richard König und Lukas Nemec, sowie des österreichischen Kraftwerksentwicklers RP Global befindet. Hauptaugenmerk des Unternehmens liegt auf der Kontrolle der gesamten Wertschöpfungskette innerhalb der erneuerbaren Energieerzeugung.

Über „The Three Seas Initiative Investment Fund“

3SIIF ist ein kommerzieller Infrastrukturfonds, der auf Infrastrukturinvestitionen in Mittel- und Osteuropa spezialisiert ist. Die Initiative besteht aus zwölf mittel- und ostmitteleuropäischen Staaten, allesamt Mitglieder der Europäischen Union. Der Anlageschwerpunkt liegt auf Investitionen in Energie, Transport und digitale Infrastruktur.

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