Energiesparen, leicht gemacht: 7 Tipps

Kleine Handgriffe, große Wirkung: Einfache Energiespartipps können dabei helfen, Stromkosten im eigenen Haushalt maßgeblich zu senken. Ob richtige Kühlschranktemperatur oder das optimale Waschprogramm: Mit diesen Schritten kann das eigene Budget geschont werden.

Alle sprechen von der Notwendigkeit des Energiesparens. Dass man angesichts der internationalen Lage mit Energie möglichst sparsam umgehen sollte. Doch welche Jahreszeit birgt eigentlich das größte Sparpotenzial im Energiebereich? Sommer und Winter lassen sich aber nicht so einfach gegeneinander ausspielen.

Jede Kilowattstunde Strom, aber natürlich auch Gas, die bzw. das wir jetzt nicht verbrauchen, steht uns in den schwierigen Monaten Jänner und Februar zur Verfügung.

Siegfried Müllegger, Leiter der Energietechnik der Salzburg AG

„Alles, was wir jetzt einsparen können, hilft uns in den kalten Monaten“, sagt Siegfried Müllegger, Leiter der Energietechnik der Salzburg AG: „Denn jede Kilowattstunde Strom, aber natürlich auch Gas, die bzw. das wir jetzt nicht verbrauchen, steht uns in den schwierigen Monaten Jänner und Februar zur Verfügung. Um möglichst gut über die kalte Jahreszeit zu kommen, sollte demnach bereits jetzt, in der warmen Jahreszeit, fleißig eingespart werden.

Bereits jetzt für den Winter vorsorgen

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ – dieser Kalenderspruch gilt auch für Strom und Gas. Nach dem Winter ist also vor dem Winter. Denn auch wenn kein Land in puncto Energieversorgung eine abgeschottete Insel ist und sehr viele nationale und internationale Faktoren zusammenspielen, gibt es doch autonomen Gestaltungsspielraum. „Wie sehr wir selber sparen, das haben wir selbst in der Hand“, mahnt Müllegger. Also haben wir recherchiert und sieben Tipps zusammengesucht, mit denen jede:r ganz einfach und nachhaltig Energie sparen kann.

Foto: Symbolbild: Adobe Stock I rh2010

In 7 Schritten Energie und Kosten sparen:

1.) Kühlschranktemperatur optimieren

Beim Einstellen der richtigen Temperatur des Kühlschranks geht es darum, die Lebensmittel optimal zu kühlen, ohne dabei unnötig Strom zu verbrauchen. Hier gilt: Je niedriger die Temperatur, desto mehr Strom wird verbraucht. Die perfekte Temperatur liegt Expert:innen zufolge bei sieben Grad Celsius. Übrigens: Eine nur ein Grad höhere Temperatur spart bis zu sechs Prozent Strom ein!

2.) Nichts für Warmduscher!

Eine erfrischende Dusche sorgt bei heißen Temperaturen für einen kühlen Kopf. Kalt duschen bietet aber eben nicht nur Vorteile für die eigene Gesundheit, sondern spart zudem Energie. Und zwar jene, mit der das Wasser normalerweise erhitzt wird. So belaufen sich die Kosten für zehnminütiges Duschen bei 38 Grad Celsius auf etwa 1.260 Euro im Jahr. Wer das eigene Geldbörserl schonen möchte, sollte zudem zu Sparduschköpfen greifen. Mit diesen können bis zu 50 Prozent der Energiekosten eingespart werden.

3.) Restwärme nutzen

Beim Kochen den Energieverbrauch reduzieren – wie kann das gelingen? Ganz einfach: den Herd auch nach dem Ausschalten zum Kochen nützen. Die vorhandene Restwärme liefert jedenfalls ausreichend Hitze, um jedes Gericht gut gelingen zu lassen. Und ganz nebenbei können so bis zu 50 Prozent der Kosten eingespart werden.

4.) Das richtige Programm wählen

Auch Waschmaschinen und Spülmaschinen bieten Möglichkeiten für Einsparungen. Doch verbrauchen umweltschonende Eco-Programme auch tatsächlich weniger Energie? Die Antwort: Ja! Schließlich wird beim Energiesparprogramm für die Erhitzung des benötigten Wassers weniger Energie verwendet. Das hat zur Folge, dass der Energieverbrauch fast halbiert wird. Gut zu wissen: Es kann schon mal drei bis fünf Stunden dauern, bis Waschmaschinen mit Hilfe des Öko-Waschgangs saubere Wäsche ausspucken.

5.) Es werde Licht – und zwar smart

Der Stromverbrauch durch Beleuchtung macht im Haushalt rund zehn Prozent des Energieverbrauchs aus. Wer sich für LED-Lampen statt für klassische Glühlampen entscheidet, kann allerdings bis zu 90 Prozent der Energie einsparen. Noch dazu leuchten diese bis zu 50.000 Stunden. Kurzes Rechenbeispiel: Geht man von einer wöchentlichen Betriebsdauer mit 60 Stunden aus, kann die LED-Lampe bis zu 16 Jahre leuchten.

6.) Direkt an der Steckdose sparen

Netzteile von Laptops, Lampen und Co. ziehen, wenn sie nicht ausgesteckt werden, den ganzen Tag Strom – das kostet. Der Standby-Modus sorgt dabei für unnötigen Stromverbrauch und zusätzliche Energiekosten. Tipp: Verteilersteckdosen mit Kippschalter verwenden. Mit einer Steckdosenleiste mit Schalter können angeschlossene Geräte komplett vom Stromnetz getrennt und so zusätzlich zehn Prozent an Energiekosten eingespart werden.

7.) Wasser marsch!

Einer der Stromfresser schlechthin ist der Warmwasserboiler. Damit im Haushalt immer ausreichend warmes Wasser aus der Leitung fließt, benötigt dieser eine ganze Menge an Energie. In der Warmwasseraufbereitung schlummert allerdings auch ein Sparpotenzial. Stellt man Boiler etwa um fünf Grad weniger ein oder bringt man Zeitschaltuhren an ihnen an, sodass das Wasser nur dann aufgeheizt wird, wenn man es wirklich braucht, kann bares Geld gespart werden.

Lichtblick

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